Futterplan für die tragende Stute


 

In der Zeit vor der Geburt und vor allem in der Säugephase nach der Geburt haben Stuten einen hohen Bedarf an Energie, Nähr- und Mineralstoffen. Um diesen Bedarf abzudecken ist neben einem hochwertigen Rauhfutter ein entsprechend optimiertes Ergänzungsfutter notwendig.

Fütterung der hochtragenden Zuchtstute
Auf eine besonders abgestimmte Fütterung der Zuchtstute sollte spätestens ab dem 8. oder 9. Trächtigkeitsmonat geachtet werden (Beginn der hochtragenden Phase), da ab dieser Zeit eine überproportional starke Entwicklung des Fohlens im Mutterleib einsetzt. Z.B. werden im letzten Drittel der Trächtigkeit die Knochen des Fohlens ausgeprägt (Calcium Kupfer Mangan, etc.). Gleichzeitig legt die Stute in der Hochträchtigkeit auch noch Reserven für die spätere Milchproduktion (Laktation) nach der Geburt des Fohlens an, Reserven für die Selbstgeneration was den Bedarf zusätzlich erhöht.

Deshalb muss in den letzten Monaten der Trächtigkeit die Versorgung der Stute mit Energie, Einweiß / Proteinen sowie Mineralstoffen und Vitaminen erhöht werden. Der Energierbedarf kann um ca. 40% ansteigen, der Bedarf an Einweiß sogar um ca. 70%. Der erhöhte Bedarf an den Mineralstoffen Calcium und Phosphor und den Vitaminen A und D liegt in einer ähnlichen Größenordnung.

Die Spurenelemente Kupfer, Zink, Mangan und Selen müssen ebenfalls in ausreichender Menge zugefüttert werden, da ein Mangel zu Problemen in der Entwicklung des Fohlens führen kann (z.B. bei Knochen und Sehnen). Gerade diese vier Spurenelemente spielen eine wichtige Rolle für die Entwicklung des Fohlens im Mutterleib, kommen allerdings im Heu nicht in ausreichender Menge vor. Insofern sollte unbedingt eine ausreichende Zufütterung von Kupfer, Zink, Mangan und Selen erfolgen.

Bitte achten Sie bei tragenden Stuten besonders auf die Sauberkeit des Futters! Eine erhöhte Keimbelastung oder Verunreigigung mit Parasiten ist unbedingt zu vermeiden, da dies zu Krankheiten (z.B. Koliken) und sogar bis zum Verlust des Fohlens führen kann. Verwenden Sie daher nur einwandfreies und qualitativ hochwertiges Pferdefutter.

Auch hochtragende Stuten sollten natürlich ausreichend Auslauf und Bewegungsmöglichkeit haben. Achten Sie aber darauf, dass die Zuchtstute sich vor Kälte und Nässe schützen kann.

Übrigens - in Vorbereitung auf die Zeit nach dem Abfohlen: Eine plötzliche Umstellung des Kraftfutters direkt nach dem Abfohlen sollte in jedem Fall vermieden werden. Es ist ratsam, die Umstellung auf ein spezielles Laktationsfutter bereits bis zu zwei Monate vor dem Abfohldatum umzustellen. Das Laktationsfutter deckt meistens den erhöhten Energier und Mineralstoffbedarf des letzten Drittel der Trächtigkeit ausreichend ab. Achten sie dabei auf eine schonende (kontinuierliche) Umstellung.


 
 

 

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