Leinöl gibt dem Pferd gesunde Energie
Leinöl wird in der Pferdefütterung gerne als Energielieferant für schwerfuttrige Pferde oder Pferde mit einer hohen Leistungsanforderung gefüttert. Zudem wird Leinöl wegen des hohen Anteils an ungesättigten Fettsäuren (Omega 3 und Omega 6) geschätzt. Insgesamt muss man sagen, dass die Fütterung von Ölen in den letzten Jahren sehr in Mode gekommen ist.
Öle sind direkte Energielieferanten und insbesondere wegen ihres geringen Eiweißanteils beliebt als Ergänzung oder Ersatz von Kraftfutter. 100ml Öl entsprechen vom Energiegehalt her in etwa 500g Kraftfutter. Wer auf eine eiweißarme Pferdefütterung abzielt (zu viel Eiweiß kann den Stoffwechsel beim Pferd belasten), sollte daher über eine Zufütterung von Ölen nachdenken.
Welche Öle sind für Pferde geeignet?
Grundsätzlich können verschiedene Öle in der Pferdefütterung eingesetzt werden. Beliebt sind zum Beispiel Leinöl, Sonnenblumenöl oder Distelöl. Alle diese Öle haben eine positive Wirkung, unterscheiden sich aber im Preis und in ihren Inhaltsstoffen.
Positiv an Leinöl ist seine gute Verdaulichkeit für Pferde. Durch die vielen ungesättigten Fettsäuren (die der Körper nicht selbst herstellen kann) bewirkt Leinöl vielfältige positive Wirkungen für den gesamten Pferdeorganismus. So unterstützt Leinöl das Pferd im Fellwechsel und führt insgesamt zu einem gesunden und glänzenden Fell. Leinöl soll außerdem entzündungshemmend wirken und das Immunsystem stärken.
Neben diesen positiven Effekten können Öle die im Futter enthaltenen (fettlöslichen) Vitamine lösen und damit für das Pferde besser verdaulich machen. Viele geben daher zu Karotten oder anderem Saftfutter einen Schuss Leinöl.
Auf kaltgepresstes Öl achten
Bei der Auswahl des geeigneten Öls sollte man auf eine gute Qualität in der Herstellung achten. Bitte verfüttern Sie ihrem Pferd ausschließlich kaltgepresste Öle. Im Gegensatz dazu werden raffinierte Öle unter Zusatz von chemischen Stoffen gewonnen, die als Rückstände im Öl verbleiben und für ihr Pferd gesundheitsschädlich werden können.
Wem kaltgepresstes Leinöl einer guten Qualität zu teuer ist, der sollte lieber auf das günstigere Sonnenblumenöl umsteigen als auf ein billiges Leinöl von schlechter Qualität.
Wie viel Leinöl sollte ich dem Futter zugeben?
Die Menge an Öl in der Pferdefütterung hängt entscheiden vom Energiebedarf des Pferdes ab. Leichtfuttrige Pferde sollten nicht mehr als einen kleinen Schuss (ein bis zwei Esslöffel) pro Mahlzeit bekommen, ansonsten nehmen sie zu stark zu.
Dagegen können Pferde, die leistungsorientiert gearbeitet werden (z.B. Turnierpferde, Sportpferde, Distanzpferde, etc.) oder generell zu dünn (schwerfuttrig) sind, ruhig etwas mehr bekommen. Bei maximal 500 ml (verteilt auf mehrere Mahlzeiten) pro Tag sollte allerdings unbedingt Schluss sein, da sonst die Verdauung durch das Öl behindert wird und sich der positive Effekt des Leinöls umkehrt. Denn zuviel Öl kann auch zu Durchfall führen.
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