Besonders im fortgeschrittenen Frühling stehen viele Züchter vor dem gleichen Problem: die Stute nimmt trotz wiederholter Versuche und tieräztlicher Untersuchungen nicht auf. Liegt es womöglich am Hengst? In der Tat wurden solche Zusammenhänge beobachtet, bei denen Stuten auch von klinisch einwandfreien Hengsten nicht aufnahmen, bei anderen Hengsten jedoch sofort, sich praktisch ihren Vererber selbst auswählten.
Eine jedoch häufiger auftretende Möglichkeit ist, dass bei Fortpflanzungsproblemen, bei denen kein sonstiger klinischer Befund gefunden werden kann, ein Ernährungsfehler vorliegt. Eine Stute, wie auch ein Hengst, bei denen ernährungsbedingt die Selbsterhaltung eingeschränkt ist, werden kaum in der Lage sein, sich fortzupflanzen.
Folgende Beobachtungen ergaben Zusammenhänge zwischen Ernährung und Reproduktion:
- Kaltgepresste Öle (z.B. Distelöl, Schwarzkümmelöl, Leinsamenöl, Sonnenblumenöl und Rapsöl) können die Hormonproduktion anregen. In Bezug auf Fruchtbarkeit ist insbesondere das Hormon Prostaglandin wichtig, da es für die Entwicklung des Folikels und Ovolierung verantwortlich ist.
- Mangan: Es wurde beobachtet, dass Mangangaben die Quantität der Spermaproduktion erhöhen können.
- Zink: Die Gabe von Zink kann als wichtiger Baustein für den Aufbau jeglicher Art von Schleimhaut dienen, wie z.B. in der Gebärmutter.
- weitere Informationen zu Mineralfuttergaben siehe auch Vitamin- und Mineralfutter.
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