Homöopathie bei Pferden basiert auf den gleichen Grundsätzen wie ihr humanmedizinisches Gegenstück. Die Homöopathie ist eine sanfte Heilmethode, die nach dem Ähnlichkeitsprinzip "Ähnliches möge mit Ähnlichem geheilt werden" funktioniert. Das bedeutet, daß homöopathische Mittel unverdünnt genau die Beschwerden auslösen, die sie verdünnt heilen helfen. Je höher die Verdünnung, desto stärker ist die heilende Wirkung.
Mit Homöopathie die Selbstheilungskräfte des Pferdes stärken
Homöopathie spielt auch in der Therapie von Pferden zunehmend eine wichtige Rolle. Als Naturheilverfahren ist bei der Homöopathie besonders der ganzheitliche Ansatz wichtig. Mit der Homöopathie werden nicht die Symptome Behandelt sondern gezielt die Selbstheilungskräfte der Pferde aktiviert. Das Credo der Homöopathie ist, die Krankheit als Störung der normalen Körperfunktionen anzusehen. Durch die Homöopathische Therapie soll der Körper des Pferdes wieder in die Lage versetzt werden, sich selber zu helfen.
Anwendungsbereiche der Homöopathie bei Pferden
Homöopathie bei Pferden hat sich insbesondere bei chronischen Krankheiten, bei Altersbeschwerden oder als begleitende Therapie bewährt. Um die Wirkung der Homöopathie einzuschätzen, sollten Sie ihr Pferd nach der Gabe von Homöopathischen Mitteln besonders genau beobachten.
Da in der Homöopathie das Pferd und nicht die Krankheit behandelt wird,
müssen eine Vielzahl von Informationen bei der Auswahl des richtigen
homöopathischen Mittels herangezogen werden. Dies führt manchmal zu
scheinbar seltsamen Fragen des Hompöopathen, die oft nicht direkt mit
der Krankheit des Pferdes in Verbindung zu stehen scheinen.
Natürlich sollte auch die Homöopathie beim Pferd nur nach Rücksprache mit einem Naturheilpraktiker oder auf Homöopathie spezialisierten Tierarzt angewendet werden. Eine Selbsttherapie ist nicht ratsam. Insbesondere die Wahl der Potenz des Homöopathisches Mittels sollte durch einen Experten erfolgen.
Homöopathie zur akuten Behandlung von Pferden
Die Homöopathie ist auch sehr gut geeignet im Rahmen einer Erste-Hilfe-Behandlung von Pferden. Eine Auswahl von wertvollen homöopathischen Arzneimitteln mit Erste-Hilfe-Indikation bei Pferden gibt die folgende Übersicht:
- Aconitum (Einsenhut, Sturmhut): Dieses Mittel behandelt Schock, sowohl psychischen als auch physischen und kann auch bei der Behandlung von akuten fieberhaften Zuständen durch virale oder bakterielle Erkrankungen unterstützen. Bei jeder plötzlich auftretende Störung des Gleichgewichts kann dem Pferd durch Aconitum geholfen werden.
- Arnica (Bergwohlverleih): Bei Verletzungen aller Art kann Arnika bei Pferden erfolgreich eingesetzt werden. Arnika kann Schmerzen und Blutergüsse bei Verletzungen, Prellungen und Schürfwunden minimieren und die Heilung beschleunigen.
- Belladonna: Hohes Fieber mit Kopf-, Ohren-, Hals-oder Augenschmerzen können bei Pferden durch Belladonna behandelt werden. Ebenso können schmerzhafte Abszesse auf Belladonna positiv reagieren.
- Bryonia (Zaunrübe): Arthritis, Rheuma, grundsätzlich wenn sich das Pferd ungern bewegt, hier kann die Gabe von Bryonia helfen.
- Calendula: In der Regel wird Calendula als Lotion verwendet. Calendula wird bei Pferden bei der Schnitten, Schürfwunden oder offenen Wunden eingesetzt und kann hier die Heilung beschleunigen.
- Euphrasia: Mit dem volkstümlichen Namen "Augentrost" hilft Euphrasia bei viele Augenerkrankungen, darunter Bindehautentzündung. Es hilft bei Pferden auch in Fällen von Niesen und nasalen Allergien.
- Hepar Sulfuris (Kalkschwefelleber): Dieses Mittel hat den Spitzname "homöopathisches Antibiotikum", so wirksam ist es bei der Bekämpfung von septischen, eitrige Infektionen.
- Ruta (Weinraute): Die Unterstützung bei Problemen mit Bändern, Sehnen und Bindegewebe sind die wichtigsten Einsatzbereiche der Ruta.
- Symphytum (Beinwell): Symphytum behandelt Knochenverletzungen jeglicher Art und die beschleunigt deren Heilung.
- Urtica urens (Brennessel): Dieses Mittel behandelt Nesselsucht (Urtikaria), allergische Hautausschläge und unterstützt den Milchfluss aus der Brustdrüse.
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