Sommerekzem bei Pferden


 

Sommeremkzem - die Symptome

Sommerekzem ist im frühen Stadium noch kaum zu erkennen. Das Sommerekzem entsteht durch ein allergische Reaktion auf den Speichel von Insekten (Insektenstiche) insbesondere der Kriebelmücke. In der Regel fällt das Sommerekzem zuerst durch eine Unruhe beim Pferd zusammen mit einem starken Drang zum Scheuern auf. Sommerekzem ist in der Regel verbunden mit einem starken Juckreiz. Durch dieses häufige Scheuern fallen an den vom Sommerekzem betroffenen Stellen die Haare aus und es bilden sich offene, nässende und manchmal auch eitrige Stellen auf der Haut des Pferdes. Diese offenen Stellen sind ungeschützt und locken natürlich weitere Mücken oder Kriebelmücken an wodurch sich ein negativer Kreislauf entwickelt und sich das Sommerekzem langsam ausbreitet.

Sommerekzem bei Pferden tritt vor allem in der warmen Jahreszeit auf und ist oft im Bereich des Halses, am Rücken (Mähne, Schweif) und am Bauch des Pferdes zu finden.

Sommerekzem behandeln, kühler Stall, Ekzemerdecke

Sommerekzem ist eine nicht zu unterschätzende Pferdekrankheit. Sie sollten Ihr Pferd daher ganzheitlich gegen das Sommerekzem helfen: die äußeren Auslöser reduzieren, die Syptome des Sommerekzems lindern und gleichzeitig das Immunsystem des Pferdes stärken.

Ein Pferd mit Sommerekzem sollte auf jeden Fall zu den Dämmerungszeiten (Sonnenauf- und Sonnenuntergang), an denen die Kriebelmücken ja besonders aktiv sind, vor den Insekten geschützt werden. Den besten Schutz für Sommerekzemer bietet ein geschlossener bzw. durch ein Insektennetz geschützter, abgedunkelter und möglichst kühler Stall. Steht kein geeigneter Stall zur Verfügung, z.B. für Pferde in Offenstall-Haltung, so sollte das Pferd unbedingt durch eine Ekzemerdecke geschützt werden. Ekzemerdecken gibt es in unterschiedlichen Ausführungen und Stoffen. Ergänzend zu Ekzemerdecken gibt es Masken für Ohren und Gesicht des Pferdes.

Um die Symptome des Sommerekzems zu lindern, sollten Sie die betroffenen Hautstellen des Pferdes regelmäßig mit einer Wundsalbe behandeln. Idealerweise sollte die Wundsalbe auch gleich ein Mittel gegen den Juckreiz enthalten. In schweren Fällen sollten Sie unbedingt einen Tierarzt konsultieren, der dann ggfs. eine Behandlung mit Antihistaminikum oder Cortison vornehmen kann.

Sommerekzem vorbeugen und behandeln durch eine geeignete Pferdefütterung

Desweiteren sollten Sie bei einem Ekzemer-Pferd auf eine ausgewogene, eiweiß- und getreidearme Fütterung achten. Bei einem Pferd mit Sommerekzem sollten Sie Eiweiß- und Energieüberschüsse durch unbegrenzten Weidegang und ungeeignetes oder zu viel Kraftfutter vermeiden. Achten Sie stattdessen auf ein raufaserreiches, qualitativ hochwertiges Futter, um die Verdauung des Pferdes zu unterstützen. Eine gesunde Verdauung ist eine wichtige Basis für ein stabiles Immunsystem des Pferdes.

Bei Pferden kann die geeignete Versorgung mit den Spurenelementen Zink, Kupfer und Selen einen wesentlichen Einfluss auf das Immunsystem der Haut haben. Ein Zink- und Kupfermangel verursacht bei Pferden oft trockene Haut verbunden mit Schuppenbildung und Juckreiz. Ein Pferd mit geschwächstem Immunsystem der Haut kann anfälliger für Sommerekzem werden. Daher sollten Sie bei der Behandlung und zur Vorbeugung von Sommerekzem auf ein ausreichende Versorgung mit für das Pferd verwertbaren Mineralstoffen und Spurenelementen, insbesondere Zink, Kupfer und Selen, sorgen. Am besten für das Pferde verwertbar sind Zusatzfutter auf organischer Basis, d.h. mit organisch gebundenen Spurenelementen.

Was Sie bei Sommerekzem sonst noch tun können

 

  • Das Pferd täglich von Schmutz und Haarschuppen befreien. Dabei das Pferde um das Sommerekzem entweder trocken Bürsten oder klares Wasser verwenden.
  • Jegliche Art von Stress für das Pferd vermeiden. Insbesondere sollten Sie Ihr Pferd mit Sommerekzem nicht dafür bestrafen, dass es versucht sich zu scheuern.
  • Insgesamt sollte bei einem Pferd mit Sommerekzem der Weidegang begrenzt werden, um Eiweißüberschüsse zu vermeiden.
  • Eine Umstellung der Fütterung wirkt bei einem Ekzemer-Pferd manchmal Wunder.
  • Besonders nach dem Fellwechsel ist ein großes Blutbild zu empfehlen. Dadurch kann ein Mangel an wichtigen Spurenelementen wie Zink, Kupfer oder Selen erkannt werden.

 


 
 

 

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